Knapp ein Viertel unseres Primärenergiebedarfs wird durch Gas gedeckt. Der Anteil ist somit höher als der der erneuerbaren Energien. Auf dem Weg hin zur Klimaneutralität muss die Gasnutzung stark abnehmen. Studien gehen hier von einem Rückgang der Erdgasnutzung um bis zu 97 Prozent aus. Die Bundesregierung plant deshalb, einen steigenden Anteil des Heizgases über “Biotreppe” und “Grüngasquote” durch Biomethan zu ersetzen. Dabei ist unklar, ob und zu welchen Preisen der stark steigende Biomethanbedarf gedeckt werden kann. Problematisch sind auch die konkurrierenden Sektoren Stromerzeugung und Industrie, die ebenfalls hohe Bedarfe an Biomethan anmelden. Es steht also zu befürchten, dass zunächst weiterbetriebene Gasteilnetze erst später stillgelegt werden, dann allerdings zu deutlich höheren volkswirtschaftlichen Kosten (siehe Studie “Kosteneinsparungen einer frühen Gasnetzstilllegungsplanung”, Fraunhofer IFAM)